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Was mir in China vor allem dieses Jahr extrem auffällt: Bargeld wird immer unerwünschter. Als Ausländer ohne chinesische Kreditkarte hat man keinen Zugang zu WeChat Pay oder AliPay, ich bin also auf Bargeld angewiesen. Der größte Schein hier ist der 100er. 100¥ entspricht gerade 12,70€. An den Automaten bekommt man ausschließlich 100er. Ich habe also ständig 100er bei mir, aber wenn ich damit einen Betrag von vielleicht 10¥ bezahlen will (z.b. eine kurze Taxifahrt), sind alle genervt.

Selbst im Supermarkt, wenn ich vielleicht so um die 50¥ ausgebe für Luxuskram wie Bier, Schokoriegel oder gute Süßigkeiten für ein paar Tage müssen die VerkäuferInnen oft erst eine andere Kasse öffnen, weil da nicht mehr so viel Bargeld drin ist. Im mi Store (Xiaomi) hat mir ein Verkäufer Wechselgeld aus seinem eigenen Portemonnaie geben müssen, weil halt nichts mehr da war. Es ging um 20 Jiao, also 0,2¥ oder 0,03€. Ich wollte gerne verzichten, aber das kommt auch nicht infrage.

@fmai
AliPay geht nur mit chinesischen Kreditkarten? Im Ausland haben die zumindest kein Problem damit, bezahle bei AliExpress darüber, per Visa.

@drazraeltod
Ja, die AliPay-App möchte gerne eine chinesische Bankkarte zur Identifizierung haben. AliPay scheint nichts zu tun zu haben mit dem internationalen AliPay, mit dem wir bei AliExpress kaufen können. Man kann sich mit der ID nicht einmal einloggen.

@fmai Woah, hierzulande hat man die 1,30 € ja schon doppelt weg, wenn man gerade noch dabei ist, ins Taxi einzusteigen. :D

@esureL
Joa, der Startpreis ist hier (sicher regional unterschiedlich) 8¥ (für den ersten Kilometer). Danach 1,9¥ pro Kilometer. Es wird aber nur der volle Yuan abgerechnet.

@fmai
Und warum legst Du Dir kein Chinesisches Zahlungsmittel zu? Sind die da kompliziert?
Also wie ich mal ein Winter Gastarbeiter in Holland war, habe ich mir ganz schnell dort ein Konto und Karte bei einer Bank dort (ABN amro) eingerichtet.

@alm10965
Gehen würde das hier vermutlich. Ich bin aber nur ein paar Wochen hier und sollte ich wieder kommen, dann in eine andere Stadt. Soweit ich las, liegt das Konto hier nicht bei der Bank, sondern wird tatsächlich von der Filiale verwaltet. Das könnte blöd sein.

Vor allem stört aber die Sprachbarriere. Ich kann da nicht einfach ein englisches Formular ausfüllen oder so, die müssten erst mal jemanden finden, der Englisch spricht und mit mir das Konto eröffnet.

@fmai
Ach ja, stimmt, mit Chinesischer Sprache ist das so ne Sache.
Das geht in Holland natürlich einfacher.
Da kommt man sich immer (in der Regel) entgegen, mit der Verständigung.
Ich hab mir schnell ein paar Vokabeln /Floskeln angeeignet, wie z.B. "as uw bliewt" wird gern a.u.b. abgekürzt, heißt "bitte"

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